Meine Aufgabe ist es, Tore zu verhindern, obwohl es beim Fussball ja eigentlich darum geht, Tore zu schiessen.

Bereits mit 5 Jahren stand ich auf dem Fussballplatz des FC Bremgarten. Bereits drei Jahre später entschied ich mich, Torwart zu werden. Ich spielte bis ich 12 war mit den Jungs, ehe ich dann zu den FCZ Frauen wechselte. Den ersten Spruch, den meine Mutter sich da anhören musste war: „Deine Tochter hat einen Ecken ab“ Wie bitte? „…aber das ist gut so, ein Torwart braucht das!“ Plötzlich im Frauenfussball zu sein, war eine riesengrosse Umstellung, doch ich arrangierte mich schnell. In der Saison 2015/16 als ich neu für den GCZ spielte wurde ich U19-Schweizermeister, was ein grosser Erfolg war.

Als ich klein war, träumte ich immer davon, mal für meinen Lieblingsclub, den FC Basel, zu spielen. Ich wollte schon immer mal das FCB-Tor hüten. Seit dem Jahr 2007 ist Yann Sommer mein grosses Vorbild. Damals hat er mich mit seinen Saves aber vor allem auch mit seinem Spiel am Fuss überzeugt. Seine Sympathie und seine Ausstrahlung sind mir sofort ins Auge gestochen. Erst später stellte sich heraus, dass ich noch mehr mit ihm gemeinsam habe. Ich war immer die Grösste und schien der perfekte Torwart zu werden, doch dann stoppte mein Wachstum und so bin ich nun gerade mal 1.60 gross. Genau wie Yann Sommer (1.83) zähle ich als kleiner Torwart. Alle sagten immer er wird auf Grund seiner Grösse nie zur Weltspitze gehören, doch spätestens an der WM 2018 hat er es allen gezeigt. Das ist, was mich motiviert und ich weiss das auch ich es schaffen kann, auch wenn ich dafür mehr machen muss als die mindestens 10 cm grösseren Konkurrenten. Ich werde alles geben, um an die ganz grosse Spitze zu kommen und werde niemals aufgeben, bis mein Gut besser ist und mein Besser am besten!