Setz dir ein Ziel, mach dich an die Arbeit - denn jeder wird besser, solange er am Ball bleibt.

Schon in Mamas Bauch drippelte und kickte ich fleissig. Später spielte ich in jeder freien Minute mit den Jungs aus der Nachbarschaft dieses wundervolle Ballspiel. So verwundert es nicht, dass ich der Einladung unseres Dorfvereins, des FC Beinwil am See, Folge leistete. Das Fussballfieber hatte mich gepackt.

Ich absolvierte mit diesen wilden Kerlen und voller Begeisterung die E-D-C-Juniorenstufen. Spielzeuge wie Prinzessinnen und Puppen konnten einpacken – schmutzige Hosen und aufgeschürfte Knie waren angesagt.

Durch meinen grossen Willen und der Motivation von den damaligen Teamkameraden und meiner Familie ergriff ich die Möglichkeit, beim FC Aarau Frauen ein Probetraining zu absolvieren. Mit viel Fleiss ist es mir gelungen, mir einen Platz von der U15 über die U16 in meinem jetzigen Team, der U19, zu erkämpfen. Vereinzelt kam ich schon in der 1. Mannschaft zum Einsatz.

Im Sommer 2015 begann ich meine Sportlehre als Kauffrau bei der Gemeindeverwaltung in Menziken. Mit dieser Ausbildung bin ich meinen Zielen ein Stück näher gekommen. Mein Arbeitgeber ermöglicht mir, dass ich vier Mal am Abend sowie zwei Mal am Morgen im Schachen einsatzbereit auf dem Fussballplatz trainieren kann. Das Morgentraining ist intensiv, bringt mir täglichen Muskelkater. Aber wie sagt man so schön: "Von nichts kommt nichts!"

Meine Reisestrecke nach Aarau lege ich mit dem Zug zurück. Viel Freizeit bleibt mir also nicht übrig. Dies alles unter einen Hut zu bringen ist nicht gerade einfach, aber es ist machbar. Man muss Prioritäten setzen können, denn das Training steht ohne Frage an oberster Stelle. Inzwischen sind wir nicht nur ein Leistungssportverein, sondern eine kleine Familie, die füreinander statt gegeneinander kämpft.

Wir alle blicken in die gleiche Richtung – Richtung Tor!